Beiersdorf startet nach Restrukturierungsprogramm durch

beiersdorfBeiersdorf hat nach einem ausgedehnten Restrukturierungsprogramm seine Strategie auf Innovation und Stärkung der Kernmarken ausgerichtet. Seitdem klettert der Umsatz stetig und hat inzwischen die Sechs-Milliarden-Euro-Marke überschritten.


Beiersdorf steht für die Marken Nivea, Labello, Hansaplast und tesa

Die Beiersdorf AG stellt seit 130 Jahren Klebebänder und innovative Kosmetikprodukte her. Zu der Kosmetiksparte gehören bekannte Marken wie Nivea, Eucerin, Labello, 8×4, La Prairie und Hansaplast. Das Segment tesa bietet selbstklebende Lösungen für Gewerbe, Industrie und Endverbraucher.

Das Unternehmen beschäftigt etwa 16.500 Mitarbeiter und wird von Hamburg aus geführt. Weitere Standorte unterhält es in Berlin, Hannover, Emmerich am Rhein, Waldheim und Offenburg. Weltweit ist Beiersdorf in 150 Tochtergesellschaften aktiv. Mehr als 530 Forscher beschäftigen sich mit den Prozessen in der menschlichen Haut.,

Restrukturierungsprogramm Blue Agenda zeigt erste positive Effekte

Von 2004 bis Ende 2013 erhöhten sich die Umsätze kontinuierlich von 4,55 auf 6,14 Milliarden Euro. Das Ebit bewegte sich im gleichen Zeitraum im Bereich von 477 Millionen Euro bis 820 Millionen Euro.

2009 muss es aufgrund der Wirtschaftskrise einen Umsatzrückgang von 3,7 Prozent von 5,97 auf 5,75 Milliarden Euro hinnehmen. Seitdem der neue Vorstandsvorsitzende Stefan F. Heidenreich ab Januar 2012 das Restrukturierungsprogramm Blue Agenda angestoßen hat, startet Beiersdorf durch. Anfang Juli 2014 ziehen drei langjährige Manager in den Vorstand ein. Thomas Ingelfinger verantwortet den Bereich außerdeutsches Europa. Stefan De Loecker vertritt die Sparte Naher und Mittlerer Osten. Zhengrong Liu kümmert sich um den Bereich Personal.

Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte übersteigt der Umsatz die Sechs-Milliarden-Euro-Marke. Im ersten Quartal 2014 erhöhte sich das Ebit um 9,3 Prozent auf 235 Millionen Euro.

Starker Kursanstieg seit dem Einzug in den DAX

2008 zieht die Beiersdorf AG in den DAX-Index ein. Seither hat die Aktie einen starken Kursanstieg hingelegt – von 1988 bei umgerechnet drei Euro auf nunmehr 74 Euro.

Die maxingvest ag besitzt die Unternehmensmehrheit. 39,5 Prozent der 252 Millionen Aktien befinden sich im Streubesitz. Die Beiersdorf AG hält 9,99 Prozent eigene Aktien. Sie verfolgt grundsätzlich eine stabile Dividendenpolitik. Seit 2003 liegt die Dividende pro Aktie im Bereich von 0,53 bis 0,70 Euro. Die Eigenkapitalquote erhöht sich ab 2004 von 38 Prozent auf 59 Prozent Ende 2013.

Mit medizinischen Pflastern geht es los

Das Gründungsdatum fällt auf den 20. März 1882. An diesem Tag lässt der Apotheker Paul Carl Beiersdorf das von ihm erfundene, neuartige Herstellungsverfahren für medizinische Pflaster patentieren.

1890 kauft Oscar Troplowitz das Unternehmen 1890. Er entwickelt erste Klebebänder und legt so den Grundstein für die Marken tesa und Hansaplast. 1909 kommt der Lippenpflegestift Labello auf den Markt. Danach folgen Eucerit, ein Wasser-in-Öl-Emulgator und Ende 1911 Nivea, die weltweit erste Körperpflegecreme. 1922 startet der Verkauf des Hansaplast Pflasters, das erste Pflaster für den Schutz offener Wunden.

Elf Jahre nach der Gründung folgt ein erster Kooperationsvertrag mit einem amerikanischen Handelshaus. 1906 eröffnet die erste Geschäftsstelle in London. 1914 erzielt das Unternehmen 42 Prozent des Umsatzes in 34 Ländern. 1922 firmiert Beiersdorf in eine Aktiengesellschaft um. 2001 wird die Marke tesa in eine eigenständige Tochtergesellschaft ausgegliedert.

Fotos: Beiersdorf AG