Bertelsmann – ein Global Player aus Gütersloh

Bertelsman  - VVADas international tätige Medienunternehmen Bertelsmann blickt auf eine lange Firmentradition zurück. Bereits im Jahr 1835 in Gütersloh gegründet, hat sich Bertelsmann bis heute als einer der führenden Medienkonzerne in der Welt etabliert. Ob es um Bücher, Zeitschriften oder Fernsehformate geht: Häufig steht hinter diesen Produkten das Unternehmen Bertelsmann. Die bertelsmanneigene Stiftung unterstreicht zudem den Anspruch des Konzerns, weitreichende gesellschaftliche Aufgaben zu übernehmen.

Das weltumspannende Geschäft von Bertelsmann

Bertelsmann nimmt 1835 seinen Anfang als einfacher Buchverlag mit einer angeschlossenen Druckerei. Der Gründer Carl Bertelsmann ist selbst Buchhändler und Drucker und leitet die Geschäfte bis zu seinem Tod 1850. Das weitere Wachstum des Unternehmens mit einer immer größer werdenden Zahl von Angestellten wird von seinem Sohn Heinrich Bertelsmann begleitet. Bereits im Jahr 1868 arbeiten 60 Mitarbeiter für den Verlag. Die Familie Mohn übernimmt die Firmenleitung im Jahr 1887, dem Todesjahr Heinrich Bertelsmanns, und hat bis in die heutige Zeit eine wichtige Verantwortung für die Lenkung der Geschäfte. Aktuell ist die Familie Mohn mit 19,1 Prozent an der Bertelsmann SE & Co. KGaA beteiligt, die Reinhard Mohn Stiftung hält weitere 3,3 Prozent der Anteile.

Viele Menschen bringen Bertelsmann vor allem mit dem Verkauf von Büchern in Verbindung. Einen wesentlichen Anteil an dieser Wahrnehmung trägt der Bertelsmann-Buchclub bei, der die Bundesbürger viele Jahrzehnte lang mit Lesematerial aller Art versorgt. Der deutschsprachige Teil dieses Buchclubs wird in naher Zukunft nicht mehr weitergeführt werden – das Buchclubgeschäft wird zum Ende des Jahres 2015 aufgegeben –, dafür sorgen viele andere Geschäftsfelder für die enorme Bedeutung des Konzerns. Dazu gehören etwa das Geschäft im Bereich Film und Multimedia, die Wissenschaftspublikationen und viele andere Bereiche.

Wichtige Übernahmen trugen zum Wachstum des Konzerns bei

Eine entscheidende Rolle bei der Wachstumsstrategie von Bertelsmann spielt immer wieder die Übernahme großer anderer Verlagshäuser und Medienunternehmen. Von herausragender strategischer Bedeutung ist zum Beispiel die Übernahme von Penguin Books, einem der größten Publikumsverlage der Welt.

Die rege Übernahmetätigkeit lässt sich an der seit dem 1. Juli 2013 gültigen Einteilung in fünf zugehörige Unternehmensbereiche erkennen: Neben Penguin gehören hierzu auch Gruner und Jahr und die RTL Group sowie Arvato und die Be Printers Group. Insgesamt erwirtschaftet der Konzern mit weltweit über 111.000 Mitarbeitern 2013 Umsätze in Höhe von 16,356 Milliarden EUR und erzielt dabei einen Gewinn in Höhe von 870 Millionen EUR. Bertelsmann gehört dabei nach wie vor nicht zu den börsennotierten Unternehmen, sondern wird als Familienunternehmen geführt. Der größte Anteilseigener ist die Bertelsmann Stiftung mit einem Anteil von 77,6 Prozent. Die Stimmrechte der verschiedenen an dem Konzern beteiligten Parteien werden dabei von der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft ausgeübt. Heute gehört Bertelsmann nach Angaben des Wirtschaftsblatts zu den 500 größten Familienunternehmen der Welt und nimmt dort den siebten Platz ein.

Fotos: © Bertelsmann