Boesche: Lotterie-Einnahme in der vierten Generation

boesche1Wer in der Vergangenheit Lose der SKL oder der NKL gekauft hat, dürfte bereits über den Namen Boesche gestolpert sein. Dabei haben die Anfänge dieses inhabergeführten Unternehmens noch keinerlei Verbindung zum späteren Geschäftsfeld erkennen lassen:

Boesche wird im Jahr 1776 in Hamburg als stationäres Geschäft für Papier- und Schreibwaren unter dem Namen Haupt & Voges gegründet und erhält im Jahr 1805 als erstes Unternehmen überhaupt das Privileg, Lose der staatlichen Lotterie in Hamburg zu vertreiben. Das ist der Beginn einer überaus erfolgreichen Geschäftstätigkeit in diesem Bereich, die bis in die heutige Zeit andauert. Heute vertreibt das Unternehmen Lose der NKL und der SKL und ist vielen Bundesbürgern und Lotteriespielern ein Begriff. Die Familie Boesche ist sich dabei von Beginn an bewusst, dass in dieser Branche vor allem das Vertrauen der Kunden eine entscheidende Rolle spielt. Dieses aufgebaute Vertrauen bildet bis heute den Grundpfeiler der erfolgreichen Tätigkeit des Traditionsunternehmens Boesche.

Boesche ist eines der großen deutschen Familienunternehmen

Die inhabergeführte Staatliche Lotterie-Einnahme Boesche e.K. setzt ganz auf den starken Familienzusammenhalt. Heute wird das Unternehmen vom Diplom-Kaufmann Johann Peter Boesche geführt, der die Firmenleitung im Jahr 1989 übernommen hat. Früh erkennt er die Möglichkeiten effizienter Direktmarketing-Instrumente, bei denen die Kunden unmittelbar angesprochen und zu einer Antwort aufgefordert werden. Er stellt im Zuge dieser Entwicklung die Vertriebswege von der schriftlichen Werbung auf das moderne Telemarketing um. Damit kann er dem Unternehmen einen weiteren Wachstumsschub verschaffen und Boesche entscheidend zu jener Stellung verhelfen, die das Unternehmen heute einnimmt. Diese Erfolge stehen ganz in der Tradition der Unternehmensphilosophie früherer Familienmitglieder wie Gustav Carl Boesche, der 1880 Eigentümer wird und sich innerhalb kürzester Zeit von einem einfachen Adressenschreiber zum Geschäftsführer hocharbeitet.

Entscheidende Impulse vor und nach den Weltkriegen

Unmittelbar vor Beginn des Ersten Weltkriegs übernimmt Gustav Erich Boesche die Firma und muss sich nach dem verheerenden Kriegsgeschehen um den Wiederaufbau von Boesche kümmern. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird das Unternehmen von Gustav Carl Eduard Boesche weitergeleitet. Beide Männer haben einen großen Anteil daran, dass die Staatliche Lotterie-Einnahme Boesche auch diese schwierigen Jahrzehnte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts übersteht und vom Aufschwung im Nachkriegsdeutschland entscheidend profitiert. Sie prägen an verantwortlicher Stelle das erfolgreiche Image, das heute ganz selbstverständlich mit Boesche in Verbindung gebracht wird.

Boesches Motto seit jeher: Immer direkt am Kunden

Die persönliche Betreuung der Kunden und eine intensive Beratung zu allen Fragen des Lotterie-Geschäfts tragen entscheidend zum Erfolg des Unternehmens bei. Im Jahr 2005 erfährt Boesche eine besondere Ehrung: Anlässlich des 200-jährigen Bestehens zeichnet die Handelskammer Hamburg die Lotterie-Einnahme mit einer Ehrenurkunde aus. Damit erkennt die Stadt Hamburg ganz offiziell an, was sie diesem so lange bestehenden Unternehmen zu verdanken hat und dass es sich bei Boesche um eines der herausragenden Traditionsunternehmen in Deutschland handelt.

Fotonachweise: Staatliche Lotterie-Einnahme BOESCHE