Brot für die Welt: Die Erfolgsgeschichte von Harry-Brot

Screenshot der Harry-Brot WebseiteBei Lebensmitteln geht es um Vertrauen. Denn Konsumenten wollen sicher sein, dass ihre Milch, dass ihr Fleisch und ihr Brot strengen Kontrollen unterliegen und von Firmen produziert werden, die wissen, was sie tun. Langjährige Erfahrung spielt dabei eine besondere Rolle, denn in Traditionsunternehmen setzen Verbraucher zu Recht Vertrauen. Harry-Brot ist eines dieser Unternehmen. Der Bäcker aus Hamburg ist inzwischen der zweitgrößte Backkonzern Deutschlands. Und blickt auf eine mehr als 300-jährige Geschichte zurück.

Mit einer kleinen Bäckerei in Altona fing es an

Die Keimzelle des Konzerns liegt im Hamburger Stadtteil Altona. Hier gründete Johann Hinrich Harry im Jahr 1688 eine kleine Bäckerei. Zweihundert Jahre und sieben Generationen später beginnt Andreas Harry mit dem Umbau zu einer Großbäckerei. Sein Sohn Franz geht noch einen Schritt weiter: In den Zwanzigerjahren des 20. Jahrhunderts beginnt er damit, seine Produkte auch überregional zu distribuieren, mit Kutschen und Autos werden die Brotlaibe zu den Kunden gebracht. In den Sechzigerjahren wird dann die Schenefelder Großbäckerei erbaut. Brote von Harry finden jetzt immer häufiger den Weg in Supermärkte.

In den folgenden Jahrzehnten kommen Betriebe in Düsseldorf, Hannover oder Berlin dazu, nach der Wende auch in Leipzig. Inzwischen gehören neun Backbetrieb zu Harry-Brot, allein in Schenefeld werden 400.000 Einheiten täglich produziert. Und ein Ende des Erfolgs ist nicht in Sicht: In einem Artikel im „Hamburger Abendblatt“ vor zwei Jahren kündigte Geschäftsführer Hans-Jochen Holthausen an, 200 neue Arbeitsplätze schaffen zu wollen. Zwar ist Deutschland immer noch der Hauptmarkt für Harry-Brot, aber auch ins Ausland, unter anderem nach Dänemark, Tschechien und Österreich werden Backwaren importiert.

Bei Harry-Brot ist man offen für Innovationen

Harry-Brot ist ein Musterbeispiel dafür, wie es ein Traditionsunternehmen schafft, sich zwar auf seine Werte zu stützen, aber stets mit der Zeit zu gehen. So bringt man zum Beispiel immer wieder Produktinnovationen auf den Markt, seien es Backwaren, die der Kunde selbst fertig backt, oder besonders bekömmliche Sorten, die dem Trend zu gesünderer Ernährung Rechnung tragen.

Vorbildlich ist auch, dass man bei Harry-Brot auf einen menschlichen Umgang mit den Mitarbeitern setzt und bei der Produktion die Nachhaltigkeit immer im Blick hat. Der Energie- ebenso wie der Wasserverbrauch konnten in den vergangenen 20 Jahren substantiell verringert werden. Die Kontrolle der Qualität beginnt bei Harry-Brot bereits auf den Feldern, man achtet auf Ackerböden sowie Anbaumethoden. Außerdem verzichtet man bei der Produktion auf den Einsatz von Konservierungsstoffen. Und man hat einen weiteren Trend erkannt: Sogenannte Back-Discounter machen den arrivierten Bäckereien zunehmend Konkurrenz: Einer davon ist die „Back-Factory“, eine Tochter von Harry-Brot.

Screenshot stammt von der Webseite: http://www.harry-brot.de/