Fuchs – Ein Unternehmen läuft wie geschmiert

Porträt des Traditionsunternehmens Fuchs Petrolub

Ein Marke von Weltrang: Fuchs Petrolub zählt zu den größten Schmierstoffherstellern der Welt

Fuchs Petrolub begann als kleiner Familienbetrieb für den Import von US-Öl. Die Klitsche hat sich zum globalen Konzern mit zahlreichen Tochtergesellschaften und Niederlassungen gemausert, die Unternehmensgruppe kommt auf insgesamt knapp 4000 Mitarbeiter. Der Umsatz für das Jahr 2013 beläuft sich auf 1,8 Milliarden Euro, mittlerweile ist die dritte Generation der Familie Fuchs in dem Traditionsunternehmen am Ruder.

Schmierstoffe für so ziemlich alles

Weltweit ist Fuchs der größte unabhängige Hersteller von Schmierstoffen, das Unternehmen bietet mehrere tausend Produkte für alle Bereiche und Industriezweige an. Zudem gehört die Firma zu den führenden Erstausrüstern der Automobilbranche. Fast jeder zweite Motor, der hierzulande vom Band läuft, ist ab Werk mit einem Motoröl aus dem Hause befüllt. Angefangen hat alles mit Raffinerieprodukten aus den USA.

1931 eröffnet Rudolf Fuchs in Mannheim einen kleinen Betrieb für den Handel mit Ölen, die er aus dem US-Bundesstaat importiert. Pennsylvania ist zu damaliger Zeit sowohl ein bedeutendes Erdöl-Fördergebiet als auch ein wichtiges Zentrum der petrochemischen Industrie. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs fließt kein Öl mehr aus Nordamerika nach Deutschland, doch Rudolf Fuchs hat vorgesorgt: Seit 1936 stellt das Unternehmen eigene Motoröle her.

Porträt des Traditionsunternehmens Fuchs Petrolub

1936 wechselt der Firmensitz in den Mannheimer Industriehafen

Industriegeschäft wird wichtigstes Standbein

Nach Kriegsende hat der Wiederaufbau Vorrang – das gilt für Deutschland als Ganzes wie für die Firma Rudolf Fuchs. Ein Chemiker und Fachingenieur kommen 1946 an Bord, im Jahr darauf wird die Verkaufsabteilung reanimiert. Das Geschäft mit der Industrie läuft dem Handel mit Motorölen den Rang ab, die Versorgung der industriellen Betriebe hat im Nachkriegsdeutschland Priorität. Der Motorölbereich bleibt aber ein wichtiges Standbein, 1949 bringt Fuchs ein HD-Öl für Dieselmotoren auf den Markt, dem Additive beigemischt sind.

Im Jahr 1959 stirbt der Unternehmensgründer und Namensgeber, die Firma wird in eine Familiengesellschaft umgewandelt. Bis heute hält die Familie mehr als 50 Prozent der Stammaktien und damit die Stimmmehrheit. Die 1960er Jahre stehen im Zeichen des Ausbaus der europäischen Auslandsvertretungen, die ersten Tochtergesellschaften werden 1968 in Spanien und Frankreich gegründet. 1972 wird die die Firma zu einer Unternehmensgruppe, das deutsche Geschäft gliedert man aus.

Für die Zukunft gerüstet

Porträt des Traditionsunternehmens Fuchs Petrolub

Der Konzern investiert hohe Summen in Forschung und Entwicklung

In der Zeit bis etwa 1991 expandiert Fuchs stark, danach ist erst einmal Konsolidierung angesagt. Seit 2004 steht der Enkel des Firmengründers, Stefan Fuchs, an der Spitze des Konzerns. Er stellt die Weichen in Richtung Zukunft, wandelt das Unternehmen 2013 in eine Europäische Aktiengesellschaft um und kann im selben Jahr neue Produktionsstätten in China und Russland einweihen. 2014 festigt Fuchs Petrolub SE, so der neue Unternehmensname, seine starke Position im Schmierölmarkt durch die Übernahme der entsprechenden Geschäftsbereiche von der Batoyle-Freedom-Gruppe in Großbritannien und der Lubritene-Gruppe in Südafrika und Australien.

Fotos: Fuchs Petrolub SE