Hülsta: Möbel für ein langes Leben

Porträt des Traditionsunternehmens Hülsta

Qualitätsmöbel Made in Germany: „Scorpia“ ist der aktuell jüngste Streich von Hülsta.

Hülsta steht für besonders langlebige Möbel Made in Germany – Produkte aus dem Hause des münsterländischen Familienbetriebs haben in der ganzen Welt einen hervorragenden Ruf. Der Spezialist für Systemmöbel setzt auf einen Mix aus Innovation, Qualität, Design und Service. In diesem Jahr feiert das Unternehmen seinen 75. Geburtstag und offeriert bis Ende 2015 zahlreiche Jubiläumsangebote.

Firmengründung und Entstehung des Markennamens

Die Erfolgsgesichte von Hülsta beginnt im Jahr 1940. Damals gründet Alois Hüls in Stadtlohn im Münsterland eine Tischlerei mit zehn Mitarbeitern. Richtig Schwung kommt in die Sache 1953, in den Hüls-Möbelwerken fällt der Startschuss für die Produktion von Möbeln fürs Schlafzimmer. Die Kollektion „Madeleine“ zählt zu den ersten Möbelprogrammen, die in die deutschen Schlafzimmer einziehen. Den Namen Hülsta gibt es da noch gar nicht, er wird erst 1959 aus der Taufe gehoben und 1961 beim Patentamt München als Marke eingetragen. Der Firmenname setzt sich zusammen aus dem Familiennamen Hüls und dem Ort des Firmensitzes, Stadtlohn.

Die Geschäfte leitet seit 1960 Karl Hüls, der Sohn des Firmengründers. Er ist studierter Holzingenieur, voller Ehrgeiz und sehr qualitätsbewusst – diese Mischung befähigt Karl dazu, Hülsta zu einem in der ganzen Welt angesehenen Hersteller von Qualitätsmöbeln zu formen. Zu den ersten Erfolgen zählt das innovative Kleiderschranksystem „Intermat“, das 1962 eingeführt wird. Besonderheit: Erstmals gibt es von oben und nach unten durchgehende Schranktüren. Die bis dahin vorherrschende unvorteilhafte Aufteilung in Auf- und Untersetzschränke ist passé, der Innenraum der Schränke kann von Kunden mit Hilfe der zur Auswahl stehenden Module frei gewählt werden.

Die Erfindung der Endlosbauweise

Mit „Allwand“ kommt 1968 eine Möbellinie für das Wohnzimmer auf den Markt, die sich in Endlosbauweise immer weiter ergänzen lässt – eine echte Innovation, die das Prinzip der Wohnraumgestaltung grundlegend verändert. Im selben Jahr erscheint das Möbelprogramm „Universa“, das nach dem Baukastenprinzip funktioniert und ebenfalls eine Neuheit darstellt. 1970 folgt die Linie „Young Flair“ für Jugendliche, 1979 erhalten mit „Bonny“ auch Babys ihre eigene Möbellinie.

Qualitätsmöbel für junge Leute

Hülsta wendet sich in erster Linie an Käufer jenseits der 40, die über eine gewisse Kaufkraft verfügen und bereit sind, für qualitativ hochwertige Möbel auch etwas mehr auszugeben. Um noch mehr Kunden zu erreichen, startet das Unternehmen 1994 die Produktfamilie „now! by Hülsta“. Sie wendet sich an junge Leute mit weniger prall gefülltem Bankkonto, die ihre erste Wohnung einrichten und dabei keine Abstriche bei der Qualität machen wollen. So setzt Hülsta etwa auch bei seinen now!-Möbeln ausschließlich auf Furniere aus Echtholz.

Heute wird Hülsta von Ludwig Hüls geführt – somit ist die dritte Generation der Familie beim Traditionsunternehmen am Ruder. Die Firma beschäftigt etwa 1.250 Mitarbeiter, produziert wird ausschließlich in Deutschland. Hülsta hält über 220 nationale und internationale Patente aus dem Möbelbereich, die aktuelle Kollektion „Scorpia“ erhält schon vor ihrer Markteinführung im Jahr 2014 einen Interior Innovation Award. Der Qualitätsmöbelbauer scheint also bestens für die Zukunft gerüstet zu sein.

Fotos: hülsta-werke Hüls GmbH & Co. KG