SAB Bröckskes aus Viersen liefert Kabel, Leitungen und Messtechnik in die ganze Welt

Firmenporträt von SAB Bröckskes.

SAB Bröckskes stellt Kabel und Leitungen her.

Peter Bröckskes sen. gründete 1947 ein Unternehmen für Elektroapparatebau. Aus dem Ein-Mann-Betrieb, der Alarmanlagen und Messapparate fertigte, entstand ein Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern, das seine Produkte weltweit anbietet.





Aus dem Apparatebau entwickelte sich die Produktion von Leitungen und Kabeln

1947 beantragt Peter Bröckskes sen. aus Viersen in Nordrhein-Westfalen eine Genehmigung für die Errichtung eines Betriebes für Elektroapparatebau. Die wird ihm in November des Jahres bewilligt und das Unternehmen Elektro-Signal- und Apparatebau Peter Bröckskes entsteht – später kurz SAB Bröckskes.
Als erstes Produkt bietet Bröckskes eine Alarmanlage an. Es folgen Signalanlagen, die Ausfälle und Überlastungen von Maschinen anzeigen. Die Währungsreform 1948 bremst das Wachstum der Firma. Bröckskes muss Mitarbeiter entlassen und sich anderen Aufgaben widmen. So übernimmt er die Gebietsvertretung für Ziegeleimaschinen. Dabei entdeckt er eine Marktlücke. Die Ziegeleimaschinen haben keine Temperatur-Messanlagen – ob die Öfen bei der Ziegelfertigung die richtige Hitze erreicht haben, hängt von der Erfahrung der Arbeiter ab. Bröckskes entwickelt einen entsprechenden Messapparat und erhält 1952 den ersten Auftrag.
Das Geschäft boomt, es gibt jedoch Probleme, genügend Kabel für die Anlagen zu bekommen. Bröckskes will sich durch Lieferengpässe nicht bremsen lassen und beschließt kurzerhand, die Kabel und Leitungen in Eigenregie herzustellen. In den kommenden Jahren entwickelt sich daraus ein eigenständiger Geschäftsbereich.

Mehr Umsatz und mehr Mitarbeiter

SAB Bröckskes wächst. Neben dem ursprünglichen Kerngeschäft mit Temperaturmessanlagen und Regeltechnik wird das Produktangebot im Bereich Kabel und Leitungen ausgebaut, unter anderem mit Messleitungen, Ausgleichsleitungen, wärmebeständigen Leitungen, öl- und benzinresistenten Steuerleitungen sowie Leitungen mit Asbest- oder Silikonisolierung. Der Umsatz übersteigt 1960 erstmals die Marke von einer Million Mark. Mehr Platz und mehr Mitarbeiter sind erforderlich. 1966 wird eine zweite Halle eröffnet und bis 1967 50 zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt. 1972 ist die Zahl der Mitarbeiter auf über 100 angewachsen. 1970 erwirbt SAB Bröckskes ein Nachbargrundstück und weiht kurz darauf das Werk II ein. Das Geschäft mit Leitungen und Kabeln macht mittlerweile 80 Prozent des Umsatzes aus und 30 Prozent der Produktion wird exportiert.
Mit Peter Bröckskes jun. tritt 1980 die zweite Generation in das Unternehmen ein. Nach dem Tod seines Vaters 1989 übernimmt er die Geschäftsführung. Die Belegschaft zählt zu diesem Zeitpunkt rund 250 Mitarbeiter.

Expansion ins Ausland – SAB Bröckskes vertreibt seine Produkte selbst

SAB Bröckskes setzt mehr und mehr darauf, den Vertrieb der Produkte selbst zu steuern, auch im Ausland. Über Beteiligungen an Handelsunternehmen in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, England, Malaysia und der Schweiz wird der Handel der eigenen Produkte koordiniert. Weiter geht es mit Niederlassungen im Ausland. Die erste wird 1995 in den Niederlanden gegründet, 1996 und 1998 zwei Standorte in Frankreich. Der Schritt nach Übersee folgt 1999 – mit einer Niederlassung in den USA. Weitere Standorte von SAB Bröckskes gibt es mittlerweile in Mexiko und der Volksrepublik China. Vertriebsvertretungen werden in Russland, Brasilien, Indien und der Türkei eröffnet. Der hohe Qualitätsstandard zeigt sich auch in der Konstruktion von Sonderartikeln – rund 1500 werden jährlich nach Kundenwünschen im Unternehmen gefertigt.
2009 übernimmt Sabine Bröckskes-Wetten, die Tochter von Peter Bröckskes jun., die technische Leitung bei SAB Bröckskes – die dritte Generation ist damit im Unternehmen aktiv. 2011 wird sie Gesellschafterin. Die Firmenleitung liegt aber weiterhin bei Peter Bröckskes jun.. Der Hauptsitz liegt unverändert in Viersen.

Bild: Screenshot von www.sab-kabel.de