Alb-Gold – schwäbische Nudeltradition mit hohem Anspruch

Firmenporträt des Nudelproduzenten Alb-Gold

Der Firmensitz von Alb-Gold in Trochtelfingen

Das Trochtelfinger Unternehmen Alb-Gold stellt Nudeln her – dabei haben sowohl Tradition als auch Umweltschutz einen hohen Stellenwert. Aus der einstigen Nudelproduktion in Handarbeit ist ein moderner Betrieb entstanden, in dem hochwertige Rohstoffe mit modernen Maschinen frisch verarbeitet werden.

Die Nudeln von Alb-Gold waren ursprünglich ein Nebenprodukt

Die Ursprünge von Alb-Gold liegen in einem Geflügelhof, den Franz Freidler 1968 in Trochtelfingen auf der Schwäbischen Alb gründet. Zwei Jahre später startet er mit einem Lieferwagen den Direktvertrieb der produzierten Eier – das Geschäft wächst. Als 1977 der Sohn Klaus Freidler in das Geschäft einsteigt, beginnt er mit der Teigwarenproduktion – zunächst als Nebenbeschäftigung mit der Fertigung im Handbetrieb. Täglich werden gerade 40 Kilogramm hergestellt, eine Menge, die heute um ein Vielfaches übertroffen wird. 1982 wird die erste vollautomatische Nudellinie in Betrieb genommen, 1986 folgt eine Spätzlelinie. Die wachsende Nachfrage führt schließlich dazu, dass die Firma sich ab 1989 ganz auf die Nudelproduktion konzentriert. Zu dieser Neustrukturierung gehört auch eine Expansionsstrategie, in deren Rahmen erst 1993 das ostdeutsche Unternehmen Teigwaren Riesa, 2001 der schwäbische Hersteller Bechtle und 2012 die Seitz GmbH übernommen werden. Heute ist die Unternehmensgruppe Alb-Gold der zweitgrößte Nudelhersteller in Deutschland.

Hochmoderne Produktionsstraßen für traditionelle Produkte

Firmenporträt des Nudelproduzenten Alb-Gold

Eine der sechs Produktionsstraßen von Alb-Gold in Trochtelfingen.

Für die Marke Alb-Gold werden heute im Standort Trochtelfingen auf sechs Produktionsstraßen täglich 60.000 Kilo Trocken- und Frischteigwaren hergestellt. Die langsame und schonende Trocknung der Teigwaren bewirkt eine hohe Kochstabilität. Die Nudeln liegen bis zu sieben Stunden in den Trockenkammern und ruhen danach weitere Stunden, bevor sie in Folienbeutel abgepackt werden. Es gibt über 150 Produktvarianten.

Eine klare Unternehmensphilosophie

Firmenporträt des Nudelproduzenten Alb-Gold

Ein Teil des Teigwarensortiments von Alb-Gold.

Klaus Freidler, der 2010 unerwartet im Alter von 52 Jahren verstarb, hatte eine klare Vision, die er in dem Unternehmen auch konsequent umsetzte. Die Grundlagen sind Qualität, Nachhaltigkeit, Gesundheit und Vertrauen. Für Freidler bedeutete das die Verwendung von besten Rohstoffen aus natürlichem Anbau und artgerechter Haltung. Er engagierte sich auch gegen Gentechnik. Dass diese bei den von Alb-Gold verwendeten Rohstoffen ausgeschlossen ist, gehört zu den zentralen Punkten der Firmenphilosophie. Alb-Gold praktiziert eine zukunftsorientierte Lebensmittelherstellung mit ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit. Das heimische Getreide wie Dinkel und Einkorn stammt überwiegend von regionalen Erzeugern und die 150.000 bis 200.000 Eier, die täglich verarbeitet werden, von Hühnern aus Bodenhaltung.
Die Qualität der Alb-Gold-Produkte wurde mehrfach ausgezeichnet, und die Herstellungsverfahren besitzen die wichtigsten internationalen Zertifikationen – unter anderem nach der DIN 14001 Umwelt, der DIN EN ISO 9001 und dem International Food Standard (IFS Version 5 Higher Level).
Nach dem Tod von Klaus Freidler übernahm seine Frau Imgard die Firmenleitung und seine Söhne Oliver und André traten in das Unternehmen ein. Es war ihnen wichtig, Alb-Gold ganz im Sinne der Firmenphilosophie weiterzuführen.

Das Kundenzentrum vermittelt die Werte von Alb-Gold

Firmenporträt des Nudelproduzenten Alb-Gold

Mit André und Oliver Freidler arbeitet mittlerweile die Generation in dem Familienunternehmen Alb-Gold.

Seit 2002 gibt es das Kundenzentrum von Alb-Gold in Trochtelfingen. Besucher können dort bei Führungen alle Produktionsschritte kennenlernen oder sich in der zwei Hektar großen Kräuterwelt informieren und inspirieren lassen. Im Landmarkt können außer den Alb-Gold-Produkten auch regionale Spezialitäten gekauft werden. Das Restaurant Sonne bietet schmackhafte Nudelgerichte. Wer lieber selbst kocht, kann im Kochstudio aus einem breiten Kursangebot auswählen.

Bilder: ©ALB-GOLD Teigwaren/Trochtelfingen