Henkel hat den deutschen Alltag sauber gemacht

Zentrale_Duesseldorf4.jpgDer 28-jährige Kaufmann Fritz Henkel gründet mit zwei Gesellschaftern im Herbst 1876 die Firma Henkel & Cie. AG in Aachen. 1878 siedelt das Unternehmen wegen der besseren geografischen Erreichbarkeit nach Düsseldorf um. Als erstes Produkt lanciert er sein „Universalwaschmittel“, ein Pulverwaschmittel auf Wasserglasbasis. 1878 gibt das Waschmittel Henkel’s Bleich-Soda aus Wasserglas und Soda sein Debüt, 1907 kommt das Waschmittel Persil auf dem Markt.

Einstieg in den Putz-, Reinigungsmittel- und Klebstoffmarkt

1909 steigt Henkel mit dem Produkt Ata in den Putz-und Reinigungsmittelmarkt ein. 1929 führt Henkel P3-Reiniger für Handwerk und Industrie ein. In den Fünfzigerjahren kommen das Spülmittel Pril sowie die Feinseife Fa auf den Markt. In den Sechzigerjahren lanciert Henkel den Geschirrspülmaschinenreiniger Somat. Henkel verleibt sich zudem den Konkurrenten Sichel-Werke AG ein. 1969 steigt Henkel mit dem Klebestift Pritt in den Papier-und Schreibwarenmarkt ein, kurz darauf folgen weitere Produkte unter der Marke Pritt. 1970 kauft das Unternehmen den Klebstoffspezialisten Cordes & Co. GmbH.

Börsendebüt und Unternehmenszukäufe in großem Stil

Mitte der Siebzigerjahre besitzt die Henkel GmbH etwa 70 Tochtergesellschaften. So firmiert sie um in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA). 1985 startete die Firma an der Börse.

1986 folgte der Erwerb des Bauchemie-Geschäfts von der Beechham Group. Mit der Übernahme von Dorus schwingt sich Henkel 1995 zum größten Klebstoffanbieter für die Bau-und Möbelindustrie auf. Zwei Jahre später erwirbt das Unternehmen den Klebstifthersteller Loctite.

Kurz vor der Jahrtausendwende gliedert Henkel den Unternehmensbereich Chemieprodukte in die Firma Cognis aus und verkauft 2001 diesen Bereich an eine Investorengruppe. 2004 tätigt Henkel mit der Übernahme der amerikanischen Dial Corporation die größte Akquisition der Firmengeschichte. Vier Jahre später übernimmt das Unternehmen von Akzo-Nobel die National-Starch-Geschäftsbereiche Adhesives (Klebstoffe) und Electronic Materials. 2008 tritt die Henkel Management AG als einzige persönlich haftende Gesellschafterin der Henkel KGaA bei. Seitdem firmiert das Unternehmen unter Henkel AG & Co. KGaA. Professor.

Dr. Ulrich Lehner übergibt aus Altersgründen sein Amt als Vorsitzender der Geschäftsführung an seinen Nachfolger Kaspar Rorsted. Im September 2009 übernimmt Dr. Simone Bagel-Trah aus der 5. Generation der Henkel-Familie den Vorsitz des Henkel-Gesellschafterausschusses und im Henkel-Aufsichtsrat. 2011 wird die Firma zum fünften Mal hintereinander in der Kategorie kurzlebige Konsumgüter im Europa-Index des Dow Jones Sustainability Index als Gewinner ausgezeichnet.

Henkel ist heute zu 80 Prozent im Ausland tätig

Heute beschäftigt Henkel etwa 47.000 Mitarbeiter, die zu 80 Prozent im Ausland arbeiten. So gehört Henkel zu den deutschen Unternehmen mit der stärksten internationalen Ausrichtung. Das operative Geschäft gliedert sich in drei Segmente. Im Wasch-und Reinigungsmittelsegment Laundry & Home Care tummeln sich die Marken Bref, Dixan, Fewa, Persil, Perwoll, Pril, Sidolin, Somat, Spee, Vernel, Weißer Riese. Das Produktspektrum umfasst Universal-und Spezialwaschmittel, Weichspüler sowie Glas- und Badreiniger.

Der Schönheitspflegebereich Beauty Care verkauft Pflegeprodukte für Haut, Haare, Mundhygiene und Körper unter den Marken Diadermine, Fa, Gliss Kur, Schauma, Syoss und Schwarzkopf.

Im Segment der Klebstofftechniken Adhesive Technologies geht es um Kleb-und Dichtstoffe sowie um Produkte für die Oberflächenbehandlungen in der Medizintechnik, Elektronik, Luft- und Raumfahrt, im Automobilbau. Dieser Geschäftsbereich bündelt die Marken Ceresit, Metylan, Pritt, Pattex, Ponal, Sista und Tangit.

Fotos: Henkel